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Die Mittelstandsinitiative der Commerzbank

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Zusammengefasst: Die Ergebnisse der 18. Studie

Big Data ist das Thema der Stunde! In allen Branchen und unabhängig von der Größe beschäftigen sich Unternehmen mit dem Sammeln von Daten. Big Data, Big Business? Nicht zwangsläufig. Die entscheidenden Fragen der 18. Studie der Mittelstandsinitiative Unternehmerperspektiven lauten deshalb: Wie können diese Daten nutzbar gemacht werden? Sind die Tech Giants dabei eher Feind- oder Vorbild? Und welche Rolle spielen Datensicherheit und Cybercrime im Mittelstand?

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Der Mittelstand weiß: Digitale Daten haben enormes Potenzial. Doch nutzt er dieses  bereits gewinnbringend?

Nicht immer. Die große Mehrheit der Unternehmen sammelt zwar fleißig Daten, wertet diese jedoch nicht systematisch aus – und zieht zu wenig Nutzen aus der Analyse.

Der Status quo: Bisher fokussieren Mittelständler auf interne Daten und optimieren bestehende Prozesse. Nur selten entwickeln sie datenbasiert ihr Geschäftsmodell weiter.

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Viel ist nicht immer automatisch gut. Besonders viele Daten sammeln 18 Prozent der Befragten. Nur 8 Prozent analysieren, setzen auf Spezialisten und ziehen Nutzen aus Big Data. Sie sind die Smart-Data-User in der Studie. 

Die größten Hürden bei der Verarbeitung von Big Data liegen in der Organisation und der Führungskultur der Unternehmen. Bei den meisten Unternehmen ist Big Data eher das Hobby des Chefs.

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Banken und Sparkassen sind als Datenlieferanten und -auswerter gefragt. Sie sollen Daten vereinfacht und taggenau aufbereiten, daraus Tools und Prognosen ableiten und vor allem auch neue Daten generieren.

Finanzpartner sind zunehmend über ihr originäres Geschäftsmodell hinaus gefordert. Für sie bietet sich die Chance für neue Produkte und Services.

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Mit der Bedeutung digitaler Daten steigt das Risiko, Opfer digitaler Kriminalität zu werden. Dem Mittelstand sind die technischen Risiken bewusst. Dass sie Opfer gezielter digitaler Kriminalität werden könnten, glauben nur wenige Unternehmen.

Dennoch ist das Sicherheitsbestreben im Mittelstand eher schwach ausgeprägt. Schutzmaßnahmen beschränken sich meist auf das „Stopfen“ technischer Sicherheitslücken.

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Man muss ehrlich konstatieren, dass die meisten Unternehmen unserer aktuellen Befragung im Mittelstand nicht genau wissen, wie sie am besten Nutzen aus Big Data ziehen sollen. Wir sehen, dass zum Beispiel nur 67 Prozent systematisch Daten zur finanziellen Lage und Entwicklung ihres eigenen Hauses sammeln. Nachdenklich stimmt auch, dass es offensichtlich unterschiedliche Geschwindigkeiten bei Big Data im deutschen Mittelstand gibt. Während die einen bereits über den Einsatz von künstlicher Intelligenz nachdenken, sammeln die anderen nur einen Teil der internen Daten im Unternehmen. Für mich ist die zentrale Frage, wie letztere es schaffen, ihre „Big Data-Readiness“ in den nächsten fünf Jahren so zu verbessern, dass sie den Anschluss in ihren Märkten nicht verpassen. Und wie können wir als Bank dabei helfen?

Zurzeit liegt der Fokus bei den meisten Banken noch darauf Finanzdaten zu sammeln. Das wird aber in Zukunft nicht mehr reichen. Wir arbeiten – quasi in kleinen Labors mit unseren Kunden – an Lösungen, wie wir sie bei der Nutzung ihrer eigenen Daten unterstützen können. Und über Angebote wie unsere Open Space in Berlin bringen wir junge Start-ups mit disruptiven Geschäftsideen und etablierte Mittelständler zusammen, die voneinander lernen. Die einen können Big Data, die anderen erfolgreich Unternehmen führen.

Das Tempo mit dem die Digitalisierung und ganz besonders Big Data die Bankenbranche verändert, ist hoch. Interessant ist dabei für uns auch der Gedanke, was wir Banken etwa zum Thema Datensicherheit beitragen können. Wir schulen jetzt schon regelmäßig unser eigenen Mitarbeiter und die unserer Kunden, um das Bewusstsein für Cyber-Sicherheit so hoch wie möglich zu halten. Aber wir müssen auch weiter denken: Können Bankkunden in Zukunft ihre Bank auch als eine Art Data Deposit nutzen? Schließlich haben Banken die höchsten Sicherheitsstandards.

Auch das Risikomanagement der Banken verändert sich. Die Chancen, die sich hinter den Schlagwörtern Big Data, Advanced Analytics, Artifical Intelligence verbergen, werden völlig neue Optionen zur Risikoerkennung und –steuerung eröffnen. Wir arbeiten zum Nutzen unserer Kunden daran. Beim Thema Digitalisierung wollen wir als Commerzbank im internationalen Bankenwettbewerb Fast Follower und in Deutschland Marktführer sein.

Uns ist sehr wichtig über die aktuellen Themen rund um die digitale Transformation mit dem Mittelstand im Gespräch zu bleiben. Wir haben in vielen engagierten Diskussionen vor vollen Rängen in unseren Veranstaltungen erlebt, dass die Themen echte Druckpunkte bei den Unternehmen ansprechen. Das wird auch bei Big Data so sein. Wir freuen uns auf die Gespräche.

Ihr Michael Reuther

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Big Data, Smart Data, Künstliche Intelligenz – die Begriffe sind in aller Munde, man liest sie allerorten. Aber wie sehr sind die Strategien zur Analyse und Nutzung von großen Datenmengen eigentlich schon in den Unternehmen angekommen? Dazu drei Gedanken.

Erstens: Stellen wir uns auf einen permanenten technologischen Wandel ein. Dass die intensivere Datennutzung zum Branchenumbruch führt, habe ich in meiner eigenen Branche, dem Großhandel, intensiv miterlebt. Das bedeutet viele neue Chancen und Herausforderung zugleich. Zunehmend wird die Veränderung der Märkte, die mit den neuen digitalen Technologien einhergeht – und ganz besonders durch Big Data – existenziell. Wir werden mit der digitalen Transformation keinen Status Quo erreichen, in dem wir uns gemütlich einrichten können. Sie wird uns dafür im Gegenzug neue Wachstumsmöglichkeiten bescheren.

Zweitens: Kümmern wir uns um Know-how und Nachwuchs für die Unternehmen. Big Data erzeugt Handlungsdruck. Was mache ich als Unternehmer, wenn ich diesen Druck spüre? Ich suche Experten und Spezialisten. Die gibt es aber kaum oder zumindest nicht in ausreichender Zahl. Die Wenigen, die geeignet sind, gehen in die Metropolen, gründen selbst oder lassen sich von Konzernen locken. Die mittelständischen Unternehmen behelfen sich zunächst mit externen Experten und Beratern. Wir brauchen aber eigene Mitarbeiter, die fit für Big Data sind, Experten für Algorithmen, Analytiker, kurz: digitale Fachkräfte. Die müssen wir aus- und weiterbilden. Da ist nicht nur alleine die Politik gefordert, sondern auch die Unternehmen selbst. Wichtig ist, dass sie eine Kultur schaffen, in der diese neuen Fach- und Führungskräfte ankommen und bleiben können.


Drittens: Erzählen wir Erfolgsgeschichten. Nichts wirkt motivierender und unmittelbarer als eine gute Geschichte. Wir brauchen Vorbilder für Big Data, über die öffentlich geredet wird. Wie die von der Großbäckerei, die erhoben hat, wann welche Kunden mit welchen Wünschen und bei welchem Wetter oder lokalen Ereignissen in den Bäckerladen kommen. Die Bäckerei kann nun Sortiment, Verfügbarkeit und Personal flexibel anhand der Echtzeitdaten einsetzen. Das Ergebnis: Lebensmittelausschuss verkleinert, Kunden zufriedener, Gewinn gesteigert. Ein weiteres begeisterndes Beispiel kommt aus der deutschen „Old Economy“, dem Stahlhandel. Das Traditionsunternehmen Klöckner hat – inspiriert und unterstützt von einem Start-up – eine Plattform aufgebaut, die einen Nutzwert weit über das eigene Produkt hinaus bietet und auch der Konkurrenz offen steht.

Lassen Sie uns über Big Data reden – von Erfolgen und auch von Misserfolgen. Dann wird es für viele Unternehmen leichter sein, einen eigenen Plan für „Smart Data“ zu entwickeln.

Ihr Dr. Holger Bingmann
– Schirmherr der Studie –


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Michael reuther 0626 rgb
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"Die Frage, die wir uns als Bank stellen müssen, ist: Was können wir aus Big Data machen? Überhaupt wird es für unsere eigene Branche spannend werden. Künftig wird es darum gehen, wie wir unsere Kunden bei der Nutzung ihrer eigenen Daten unterstützen können. Welche neuen Geschäftsmodelle können wir entwickeln? Wir sind mittendrin in diesem Prozess. Wichtig ist es, dabei für Transparenz zu sorgen und im Dialog mit den Kunden zu bleiben. Wir geben Wissen und Erkenntnisse, die wir selbst auf dem Weg zum Technologiekonzern gewonnen haben, auch an unsere Kunden weiter. Die Reise, auf die wir uns als Commerzbank begeben haben, ist noch lange nicht zu Ende. Sie hat gerade erst angefangen.“

Michael Reuther

Mitglied des Vorstands der Commerzbank AG

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2018 03 27 foto bettina meyer
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"Leider haben viele Unternehmen heute noch keine Vorstellung davon, welche weitreichenden Folgen der technische Fortschritt von heute für die Welt von morgen mit sich bringt. Natürlich ist uns bewusst, dass wir zunehmend in einer Welt der Daten leben, in der jede unserer Handlungen registriert, verarbeitet und gespeichert wird. Welches Potenzial in dieser gigantischen Datenmenge steckt, ist vielen Unternehmen bislang aber nicht bewusst. Bereits heute werden zum Beispiel die Einkaufsgewohnheiten von Verbrauchern bis ins Detail analysiert, um auf diese Weise das Warenangebot, den Ablauf des Einkaufsvorgangs und den dafür notwendigen Aufwand auf Verkäuferseite zu optimieren. Es wird daher für Unternehmenslenker immer wichtiger, in Zukunftsszenarien zu denken."

Bettina Meyer

Sprecherin des Vorstands der euromicron AG


2018 03 27 foto bettina meyer
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Bartels
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„In mittelständischen Familienunternehmen arbeiten häufig mehrere Generationen zusammen. Konflikte sind dabei nicht ungewöhnlich. Der Junior erkennt z.B. das Potenzial eines stärker auf Daten basierenden Geschäftsmodells und möchte einzelne Bereiche des Unternehmens frühzeitig digitalisieren, auch, um selbst Erfahrungen zu sammeln. Der Senior hat das Unternehmen aufgebaut und mit dem analogen Geschäftsmodell erfolgreich gemacht. Der Handlungsbedarf ist für ihn nicht in gleicher Weise ersichtlich.“


Dr. Peter Bartels

Geschäftsführer und Leiter des Bereichs Familienunternehmen und Mittelstand PricewaterhouseCoopers GmbH WPG

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Kabst
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„Hacker sind nicht per se schlecht. Man kann mit sogenannten Bug Bounties Hacker dafür belohnen, wenn sie Lücken im Sicherheitssystem identifizieren und dem Unternehmen melden. Viele Unternehmen im Mittelstand kennen das noch nicht. Es kann sich aber sehr lohnen, sich damit zu beschäftigen. Auch die Zeit und die Rechnerkapazität, die ein Hacker braucht, um eine Lücke zu finden, kann Aufschluss über die Qualität des Sicherheitssystems geben.“


Prof. Dr. Rüdiger Kabst

Lehrstuhlinhaber für International Business, Universität Paderborn

Vizepräsident für Technologietransfer und Marketing, Universität Paderborn

Leiter Technologietransfer- und Existenzgründungs-Center (TecUP), Universität Paderborn

Kabst
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Wittenstein manfred
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„Gut ist, dass die Unternehmen jetzt erkennen, was sich in den nächsten fünf Jahren mit Big Data ändern wird. Der Zug ist noch nicht abgefahren. Aber der Druck wird höher, wenn nicht gar existenziell. Auch Datensicherheit, das zeigt die Studie, hält der Mittelstand für machbar. Wenn die Unternehmen bereit sind, sich mit Cybersecurity auseinanderzusetzen, können sie ein höheres Sicherheitslevel erreichen. Die Botschaft: Jedes Unternehmen kann und muss etwas tun, um bei Big Data Schritt zu halten.“


Dr. Manfred Wittenstein

Aufsichtsratsvorsitzender, Wittenstein SE

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"Was mache ich als Unternehmer, wenn ich den Druck spüre, mich mit Big Data beschäftigen zu müssen? Ich schaue mich am Markt um nach Experten und Spezialisten, die ich einstellen kann. Die finde ich aber kaum. Auch wenn ich eigene Mitarbeiter weiterbilden will, gibt es zu wenige Angebote. Wir müssen die Unternehmen in die Lage versetzen, sich selbst zu helfen und nicht nach der Politik zu rufen. Heute bilden wir noch viel zu viele Menschen in Berufen aus, die morgen nicht mehr gefragt sind. Es braucht dringend neue Berufsbilder, Ausbildungswege und Studiengänge, in den die Spezialisten von heute und morgen ausgebildet werden können."

Dr. Holger Bingmann

Präsident des Bundesverbands Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e. V.

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G%c3%bcnther
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„Meine Erfahrung ist, dass sich viele Unternehmen natürlich Gedanken machen über Big Data. Aber wenn man in die Unternehmen hineinschaut, dann ist es oft nicht weit her mit der Digitalisierung. Mag sein, dass da so ein bisschen das Sankt-Florians-Prinzip vorherrscht. Noch ist der digitale Wandel nicht in allen Branchen durchgängig angekommen – schon gar nicht Big Data. Diese Haltung des Abwartens und Schauens ist aber fatal. Fünf Jahre gehen in einem Unternehmerleben sehr schnell vorbei.“

Rüdiger A. Günther

CEO und CFO der Francotyp-Postalia Holding AG

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Meffert
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„97 Prozent der Befragten finden, dass Big Data und Advanced Analytics nicht mehr zu ignorierende Themen sind. Positiv stimmt mich, dass immerhin für die Hälfte aller befragten Unternehmen Big Data bereits heute zentral ist. Allerdings: Nur 12 Prozent nutzen Daten wirklich, um ihr Geschäft zu verbessern oder neue Umsatzpotenziale zu erschließen. Dafür braucht es Spezialisten in den Unternehmen – hier hat Deutschland ein echtes Nachwuchsproblem. Nicht nur deshalb gilt: Die digitale Transformation – Big Data gehört dazu – muss ein Thema für die Geschäftsleitung sein."

Dr. Jürgen Meffert

Director, McKinsey & Company Inc.

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Marika lulay
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"Das Thema Krisen- und Notfallpläne ist ein wirklich wichtiges. Es muss bedenklich stimmen, wenn nur wenige Unternehmen so etwas in der der Schublade haben. Unternehmen sind aber gut beraten, eigene Krisennotfallpläne zu entwickeln, in denen vor allem Zuständigkeiten und Abläufe geregelt sind, um den Schaden im Fall der Fälle möglichst klein zu halten. Die Smart-Data-User haben das begriffen. Man muss immer damit rechnen, dass mal eine Sicherheitslinie nicht hält, egal wer sie gebaut hat. Auch eine Bank sollte sich dafür interessieren, ob ihre Kunden so etwa haben, und Unterstützung beim Erstellen eines solchen Planes anbieten."    
            
Marika Lulay

CEO GFT Technologies

Marika lulay
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Zum zweiten Mal haben die Unternehmer-perspektiven Nachwuchstalente dazu aufgerufen, einen Entwurf für das Key Visual zur neuen Studie einzureichen. Mit Erfolg: Die Initiative hat zahlreiche gelungene Motive erreicht!

Der Nachwuchs traut sich was: Die Illustratoren interpretierten kreativ und bildgewaltig den „Rohstoff des 21. Jahrhundert“, das neue, digitale Datengold – kurz: Big Data. Die besten Entwürfe haben wir hier für Sie zusammengestellt.

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V5
Dem digitalen Datengold und seinen Facetten gibt Lisa Pohl, Jahrgang 1993, ein Gesicht: Die im Taunus aufgewachsene Künstlerin illustriert die 18. Studie. Bereits mit fünf Jahren interessierte sie sich für Malerei. In einem Atelier bekam sie Zeichenunterricht und gab später selbstständig Kurse. Bis 2016 studierte sie in Hildesheim Gestaltung mit dem Schwerpunkt Grafikdesign, heute ist sie als Grafikerin bei einem Anbieter für den Bedruck von Textilien tätig.
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Was ist für dich persönlich Big Data?

Big Data ist für mich überall um uns herum, schließlich erzeugt man Daten mit allem, was man tut. Ich denke, Big Data wird in Zukunft immer wichtiger werden und es wird noch viele Entwicklungen geben, die den Alltag von vielen Menschen vereinfachen werden. Trotz allem sollte man natürlich darauf achten, welche Informationen man über sich preisgeben will.

Wo hast du dir deine Inspiration für die Motive gesucht?

Die Idee ist immer der Knackpunkt einer Illustration. Ich habe ein einfaches Motiv gesucht, das das jeweilige Thema einfach und einprägsam symbolisiert. Dafür habe ich mir Mindmaps gemacht. Meist waren die ersten Bilder, die mir eingefallen sind, auch die besten. Haben Freunde und Familie die Bildsprache auf Anhieb verstanden, habe ich mit dieser Idee weitergearbeitet.

Was möchtest du mit deinen Motiven ausdrücken?

Ich möchte Big Data dem Betrachter auf einfachem Weg näher bringen. Es benötigt keine komplizierte Bildsprache, um verständlich zu sein. Gleichzeitig will ich zeigen, dass Daten überall sind. Daher bestehen meine gesamten Grafiken aus Daten, symbolisiert durch die Einsen und Nullen im Hintergrund. Viele dieser Daten können weiter genutzt werden und sind deswegen als "Datengold" von großem Wert. In meiner Grafik findet sich Datengold noch ungenutzt in Goldadern sowie zum Beispiel bei dem Key Visual abgebaut in den Lorenwagen. Übrigens, für Freunde des Binärcodes: Ich habe im Hintergrund das Wort “Datengold” im Binärsystem geschrieben.  

Eine tolle Idee! 

War es harte Arbeit, die Motive für die Unternehmerperspektiven zu entwerfen?

Brainstormen und Zeichnen gefällt mir sehr. Sobald eine Idee da ist, macht es wirklich viel Spaß, sie auszuarbeiten und Gestalt annehmen zu lassen. Arbeit ist allerdings das "Drumherum". Das Abspeichern der Formate, das Organisieren der Dateien. Aber das gehört eben dazu.  

V5
Dem digitalen Datengold und seinen Facetten gibt Lisa Pohl, Jahrgang 1993, ein Gesicht: Die im Taunus aufgewachsene Künstlerin illustriert die 18. Studie. Bereits mit fünf Jahren interessierte sie sich für Malerei. In einem Atelier bekam sie Zeichenunterricht und gab später selbstständig Kurse. Bis 2016 studierte sie in Hildesheim Gestaltung mit dem Schwerpunkt Grafikdesign, heute ist sie als Grafikerin bei einem Anbieter für den Bedruck von Textilien tätig.
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Big Data – neues Öl, Datengold, Rohstoff des 21. Jahrhunderts. Es gibt viele Spitznamen für Big Data, die zeigen: Es ist ein Thema, mit dem man sich auseinandersetzen muss. Darüber sind sich auch 97 Prozent der Befragten der neuen Mittelstandsstudie einig. Dass dieser neue Rohstoff gleichzeitig viele Fragen mit sich bringt, zeigt sich bei der Auftaktveranstaltung der Unternehmerperspektiven in Krefeld.

Dr. Hubertus Porschen, CEO der AppArena und Keynote-Speaker des Abends, zeichnet zunächst ein Bild der neuen, digitalen Welt: Disruptive Geschäftsideen drängen auf den Markt, darauf bedacht, den Bedürfnissen der Kunden zu entsprechen. Kunden seien mehrwertorientierter und erwarteten Angebote, die auf ihre persönliche Lebenssituation zugeschnitten sind. „Möglicherweise stehen sie diesen Entwicklungen etwas skeptisch gegenüber“, lenkt Porschen ein. Man müsse aber nur zurückdenken an Tante Emma: Sie kannte ihre Kunden persönlich, verstand deren Bedürfnisse. „Ihr einziges Problem? Sie kann nur lokal agieren. Tante Emma heißt deswegen heute Tante Amazon“, so Porschen. Als Produzent stehe man heute vor der Herausforderung der sharing economy. Die Schnittstelle zwischen Kunden und Produzenten werde nun über Plattformen hergestellt. Um dennoch kundenorientiert arbeiten zu können, sei es unvermeidlich, mit Daten zu arbeiten oder endlich damit anzufangen.

Bei all den Potenzialen herrscht in Deutschland aber auch eine große Unsicherheit in Bezug auf die Digitalisierung. Negativ konnotierte Botschaften in den Medien sowie mangelnde Konzepte aus der Politik tragen zu dieser Unsicherheit bei. Sie zeigt sich auch in der ersten Publikumsfrage des Abends: „Wo hört nutzerbezogener Content auf und wo fängt Manipulation an?“ Den Unterschied macht die Art und Weise, die erhobenen Daten einzusetzen, weiß Hubertus Porschen: „Wenn ich Daten generiere, dann geht es mir nicht darum, der Oma an der Haustür eine Versicherung zu verkaufen. Im Gegenteil: Ich möchte, dass der Nutzer im Idealfall zu mir kommt und mich um ein Angebot bittet.“ Die größte Herausforderung, die in Bezug auf Big Data gemeistert werden muss, ist daher seiner Meinung nach die Abkehr von der Tabuisierung des Datenthemas.

Die Talkrunde mit Dr. Andre Carls, Bereichsvorstand der Commerzbank West, widmet sich weiteren Hürden der Digitalisierung. Wie man den Einstieg schaffe, auch ohne eigene IT-Kenntnisse, fragte das Publikum. Für Dr. Andre Carls ist klar: „Man muss in Kooperationen und Netzwerken denken, man kann nicht alles selbst machen.“ Input von außen sei ebenso wichtig, wie Dinge selbst auszuprobieren, so Carls weiter. Die Nutzung und die Analyse von Daten lohnen sich auch für kleine Betriebe. Besonders Facebook und Social Media nennt Hubertus Porschen in diesem Zusammenhang „echte Goldgruben“ für das Datenmanagement.

Die Sorge, soziale Strukturen würden in Zukunft durch Algorithmen ersetzt werden, entkräftet Dr. Carls: „Big Data ersetzt nicht den Menschen. Entsprechende Modelle werden zwar unterstützend herangezogen, die finale Entscheidung liegt aber beim Mitarbeiter.“ Dass der persönliche Kontakt auch im Bankgeschäft noch sehr wichtig ist, merke die Commerzbank besonders im Privatkundengeschäft. Rund 70 Prozent der etwa 500.000 Neukunden pro Jahr kämen rein aus dem Filialgeschäft dazu.

Mit einem nicht ganz so ernsten Blick auf die Thematik schließt Kabarettist Alfons die Veranstaltung. Mit seinem Puschelmikrofon bewaffnet, hört er sich bei Passanten zum Thema Big Data um. Die Ergebnisse: Nicht jedem sind die Begrifflichkeiten bekannt, es muss auch auf Verbraucherseite noch viel Aufklärung geleistet werden.

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Wie geht man als Mittelständler mit Big Data um? Sind die Jungen wirklich besser in der Datennutzung? Und wie setzt man Daten smart ein? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das Podium der zweiten Veranstaltung der Unternehmerperspektiven 2018 am vergangenen Donnerstag in Düsseldorf. IPad-Künstler Andreas Axmann verzaubert das Publikum zunächst mit seinen Illusionen zu Big Data. Den Übergang zur ernsthaften Auseinandersetzung mit Big Data schafft Jan Hofer durch einen Gang ins Publikum. Die IT würde ausgebaut werden und man wolle sich verstärkt an den Bedürfnissen der Kunden orientieren, so die Aussagen der Gäste. Im digitalen Wandel seien allerdings auch die Mitarbeiter nicht zu vernachlässigen, hakt Prof. Dr. Rüdiger Kabst, Lehrstuhlinhaber für International Business an der Universität Paderborn, ein. „Viele Menschen haben Angst, durch die zunehmende Digitalisierung nicht mehr gebraucht zu werden“, so Kabst. „Es ist äußerst wichtig, auf diese Bedenken einzugehen und die Mitarbeiter in den digitalen Wandel mitzunehmen.“

Um einen neuen Blick auf Big Data zu gewinnen, sei frischer Wind im Unternehmen nicht verkehrt, schlägt Prof. Dr. Kabst vor. „Die Jungen sind tatsächlich besser im Umgang mit Daten: Sie sind wagemutiger und haben das pubertäre Austesten von Grenzen noch nicht verlernt“, umschreibt Rüdiger Kabst die junge Generation. Dr. Hubertus Porschen, CEO der AppArena GmbH, sieht noch einen weiteren Grund, warum junge Menschen in der Digitalisierung die Nase vorne haben: „Sie verfügen über ein ganz anderes Verständnis der digitalen Welt und besitzen Wissen, das nicht über den traditionellen Bildungsweg vermittelt wird.“ Für seinen persönlichen Instagram Account beschäftigt er einen 17-jährigen Praktikanten. „Er muss mir manchmal mehrmals erklären wie genau das alles funktioniert und warum das funktioniert“, gesteht der Mittdreißiger Porschen lächelnd.

Wie man Daten smart einsetzt, weiß Hubertus Porschen selbst: „Durch intelligente Datenanalyse kann man viel gezielter auf die Bedürfnisse und Anforderungen der Kunden reagieren. So lassen sich Angebote viel persönlicher gestalten und auf die jeweiligen Präferenzen zuschneiden.“ Martin Teichmann, Geschäftsführer der Kesselheld GmbH, nutzt in seinem Unternehmen die Daten ebenfalls in house. Die Postleitzahl sowie die gesuchten Keywords bestimmen, welche Seiten angezeigt werden, sodass nur für den Kunden relevante Ergebnisse erscheinen. Er versteht aber auch die Herausforderung, die Big Data besonders für kleine Unternehmen mit sich bringt: „Neue, digitale Geschäftsmodelle sind für kleine mittelständische Unternehmen kaum umsetzbar. Meist hilft nur der Zusammenschluss mit anderen, um entsprechende Angebote bieten zu können.“ Michael Werker, Geschäftsführer der Surplex, einem Auktionsportal für gebrauchte Maschinen und Produktionsmittel kann die Notwendigkeit, sich mit Big Data auseinanderzusetzen nur unterstreichen. Das Geschäftsmodell seines Unternehmens hat sich im Laufe der Jahre an die fortschreitende technologische Entwicklung und die veränderten Kundenbedürfnisse angepasst. Auch Datensicherheit ist immer wieder ein Thema: „Wir sind schon mehrfach gehackt worden. Aber das hat uns nur angespornt die Lücken zu schließen und wachsam zu bleiben.“

Jens Koschik, Niederlassungsleiter Mittelstand Düsseldorf, zieht nach der lebhaften und informativen Diskussion ein einfaches Fazit: „Um mit Daten zu arbeiten und diese effektiv nutzen zu können, braucht es Mut und Agilität. Wir müssen lernen, wie die Jungen zu denken. Ich fordere Sie daher auf: Seien Sie mutig, seien Sie pubertär!“

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In der Kulisse des Mannheimer Schlosses fand am Dienstag die dritte Veranstaltung der diesjährigen Unternehmerperspektiven statt. Franz-Josef Becker, Niederlassungsleiter Mittelstand Mannheim und Heidelberg, führt in das Thema des Abends ein: Big Data als große Chance für Unternehmen, zu wachsen und sich zu differenzieren. Obwohl viele Firmen diese Möglichkeiten erkennen, sieht Becker noch großen Informationsbedarf. „Der Begriff ‚digital‘ macht vielen noch Angst, sie fühlen sich eher bedroht als herausgefordert.“ Der Niederlassungsleiter weiß, was in der digitalen Geschäftswelt unverzichtbar ist: „Eine Vision, eine gehörige Portion Kreativität und ganz viel Mut.“

Mut braucht es vor allem, wenn man damit anfangen will, Big Data Technologien für das eigene Unternehmen zu nutzen. „Es gibt nicht die perfekte Big Data Strategie, die jeder einfach anwenden kann“, so Michael Kotzbauer, Bereichsvorstand der Mittelstandsbank Mitte/Ost. „Am besten ist eigentlich das Trial and Error-Prinzip.“ Man müsse sich nur trauen, anzufangen und gegebenenfalls auch mal zu scheitern. Wichtig sei nur, dass man aus seinen Fehlern auch lerne, erläutert Kotzbauer weiter.

Paolo Anania, CEO der Granpasso Digital Strategy, beschreibt in seiner Keynote-Speech vier Schritte, die den Einstieg zur Datennutzung erleichtern. Zuerst müsse man sich seiner Unternehmensidentität klar werden. Zweitens sei es wichtig, die Bedürfnisse seiner Kunden zu kennen. Der dritte Schritt bestünde schließlich darin, zu ermitteln, welche Daten zur Verfügung stehen und welche erhoben werden können. Zuletzt gehe es darum, alle gewonnenen Erkenntnisse zu kombinieren: „Man befindet sich nach diesen drei Schritten automatisch auf einem Weg, der es ermöglicht, tatsächlich mit Smart Data umzugehen. Denn dann hat man Daten ausgehend von der Unternehmensidentität ausgesiebt und kann ihnen, den Kundenbedürfnissen entsprechend, eine bestimmte Richtung gegeben.“

Dr. Markus Schill, Vorstand der VRmagic Holding AG und Hersteller medizinischer Simulatoren, kann von dieser Entwicklung aus eigener Erfahrung berichten: „Wir haben uns am Anfang überhaupt keine Gedanken über Daten gemacht, wir wollten nur ein einwandfreies, technisches Gerät entwickeln.“ Da jedoch die Kunden der VRmagic nach weiteren Informationen zur Handhabung und Einbindung der Simulatoren in die medizinische Ausbildung verlangten, sind nun alle Geräte weltweit miteinander vernetzt, um relevante Daten auszuwerten und diese für Vergleiche bereitzustellen.

Dass man nicht nur mit Mut, sondern auch mit Spaß das Thema Big Data angehen kann, beweist zum Abschluss des Abends der iPad-Künstler Andreas Axmann. Er demonstriert die Digitalisierung seines Alltags und entlässt das Publikum frohen Mutes im Konfettiregen an das Buffet.

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